Christoph Grünig

*06.01.1958 Bern BE

Variantas dal num
Stöh Grünig
Activitad(s)
Fotograf
Geners d'imagem
Personen,
Porträt,
Reportage,
Architektur,
Werbung,
Presse,
Sport,
Gewerbe,
Theater
Lieu(s) da lavur
Biel/Bienne BE 1982 –

Biografia

Lehre bei Hans Meier und Hans Baumann.
Assistent von Peter Forster, Ferdinando Godenzi und Charly Kost.
Workshop bei Charly Keller.
Lehrmeister von Stefan Weber.
Mitglied Schweizerischer Berufsfotografen Verband (SBf) (seit 1985), Präsident der Sektion Espace Mittelland 1997-2001.
Mitbegründer von Photoforum Pasquart.

In Bern geboren besuchte Christoph Grünig die Schulen in Bern, und nach dem Umzug der Familie, in Biel. Das Wirtschaftsgymnasium verliess er vorzeitig. Die Fotografenlehre absolvierte er zwischen 1977 und 1980 bei Hans Meier in Thun und für das letzte Lehrjahr beim Fachlehrer und Fotografen Hans Baumann. Anschliessend war er Assistent bei Peter Forster in Zürich (1981) und bei Ferdinando Godenzi in Basel (1982-1983). Workshops besuchte er bei Charly Keller in Basel und bei Jaschi Klein in Arles.
1982 eröffnete Christoph Grünig in Biel ein eigenes Studio für Werbefotografie. Daneben bestreitet er auch Buchprojekte und beteiligt sich an Ausstellungen.
Christoph Grünig ist regelmässig auch als Ausbildner tätig. In seinem Betrieb bietet er ständig Lehrstellen an. 2000 bis 2004 war er Lehrer an der Schule für Gestaltung Biel. Daneben amtete er verschiedentlich als Fachexperte und Jurymitglied und engagiert sich massgeblich in Berufsverbänden.

Christoph Grünig beweist seit dem Beginn seiner selbständigen Tätigkeit als Fotograf eine ausgeprägte Eigenständigkeit, obschon er sich dabei nach kommerziellen Aspekten ausrichtet. In den 1980er Jahren begann er mit Werbefotografien für Hotels, wobei er rasch vom gängigen Muster der Wiedergabe von Häusern und Interieurs zu einer Inszenierung des Hotellebens wechselte. Quintessenz dieser Entwicklung war die 1991 erschienene Publikation «Hotel. Schweizer Gastlichkeit». Ausgehend von Situationsfotografien, die Gäste bei ihren Aufenthalten und das Personal in Aktion zeigen, vermittelte er mit den Mitteln der Reportagefotografie, durchsetzt mit Interieurs und Architekturaufnahmen, ein frisches und lebendiges Bild der Hotelwelt.
Ein wichtiges Standbein Grünigs ist die Uhrenwerbung. In Biel, dem Zentrum der Uhrenfabrikation, führte er mit dem Aufschwung Mitte der 1980er Jahre eine neue Art der Uhrenfotografie ein, die weitgehend auf die herkömmliche perfekte Sachfotografie verzichtete und vermehrt auf Aspekte wie Mode und Lifestyle setzte. Zu den Kunden Grünigs gehörten in diesen Jahren die Uhrenmarken Swatch, Longines, Certina und Mido. Für die Firma Longines entwickelte er ein Konzept, das auf die klassische Schwarzweiss-Fotosprache abstellte.
Ein bevozugtes Medium ist für Christoph Grünig ab den 1990er Jahren das Buch. Herausragend sind neben dem Hotel-Buch dasjenige zur Expo '02 und jenes über die Bahnhöfe der Schweiz, erschienen 2005. Den gewaltigen Anspruch, nicht nur sämtliche Bahnhöfe der Schweiz abzubilden, sondern auch noch die Kultur der Bahnhöfe und des Zugreisens überhaupt, darzustellen, löst er mit einer Vielfalt von fotografischen Gattungen. Neben reportagehaften Schnappschüssen, die Reisende aller Altersklassen sowie Mitarbiter ins Bild setzen, stehen Architektur-, Interieur- und Situationsaufnahmen, die ein einzigartig dichtes und gesamtheitliches Bild der Schweizer Bahn nach dem Jahrtausendwechsel entstehen lassen.
Von den 1980er Jahren bis heute fotografiert Grünig für Fahrradhersteller.

1993, Schweizerischer Hotelverein.
1995, Schweizerisches PR Institut.
1996, Cannondale / Move.
2004, Schweizerischer Pressefoto-Award.
2004, Swiss Graphic Designers.
2006, Energie Schweiz.

Lieus