Heini Stucki

*25.10.1949 Bern BE

Heimatort(e)
Röthenbach BE
Tätigkeit(en)
Fotograf:in,
Fotofachlehrer:in
Bildgattung(en)
Porträt,
Landschaft,
Kunst mit Fotografie,
Reportage,
Ortsbild,
Industrie,
Alltag,
Dokumentation,
Natur,
Verkehr,
Archäologie,
Landwirtschaft,
Gewerbe
Weitere Tätigkeit(en)
Fotograf, Lehrer
Arbeitsorte
Ins BE
Tschugg BE
Biel/Bienne BE
Erlach BE ~1974 –
Zürich ZH

Biografie

Heini Stucki wuchs in Ins auf und besuchte ab 1963 das Gymnasium in Biel, das er 1968 vorzeitig verliess. 1969 trat er in die Fotofachklasse an der Ecole des arts et de métiers in Vevey ein. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen von Fotografie trat er 1972 wieder aus.
Heini Stucki war ab 1973 als selbständiger Fotograf tätig. Seine erste Fotoreportage erschien 1973 unter Manuel Gasser im «Du». Später publizierte er Fotos und Reportagen in zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen der Schweiz (u.a. Du, Schweizer Illustrierte, Magazin, Weltwoche, Annabelle femina, NZZ, Tagesanzeiger, Bund, Berner Zeitung, l’Hébdo, Saemann). Viele der Fotografien Heini Stuckis entstanden nicht nur in der Schweiz, sondern auch auf Reisen im Ausland, so etwa in Wales (1974), Honfleur, Jerusalem, Marrakesch, Dublin, Sarajevo (1998) und Cemboing.
Neben der fotografischen Tätigkeit arbeitete Heini Stucki auch als Waldarbeiter sowie als Lehrer. In Erlach unterrichtete er an der Jolimont-Schule als Foto- und Naturkundelehrer, erstmals 1974, danach erneut zwischen 1977 und 1980. Zwischen 1981 und 1997 leitetet er Fotokurse am Werkjahr Biel und ab 1987 an der Schule für Gestaltung in Biel. Weiter unterrichtete er in Gruppen Autodidaktischer Fotograf*innen (GAF) und an der Fotoklasse Zürich.

Heini Stucki gehört zu den wichtigsten Schweizer Fotografen seiner Generation. Mit seiner Bildgestaltung, der weitgehenden Beschränkung auf Schwarzweiss-Fotografie, der Themenwahl und einer kultur- und gesellschaftskritischen Haltung reiht er sich in die Tradition der grossen Schweizer Pressefotografie ein. Zentral sind die Menschen und ihr Alltag, weiter auch die Bedrohung und Zerstörung von Natur und Siedlungsräumen. Heini Stucki erfuhr früh Aufmerksamkeit und Anerkennung in seiner Heimatregion, dem Berner Seeland, dem Kanton Bern sowie der ganzen Schweiz. Ausgangspunkt und zentrales Merkmal von Heini Stuckis Schaffen ist die Beschäftigung mit der ländlichen, dörflichen Welt, die er mit Ortsbildern und Landschaften, vor allem aber mit eindringlichen Porträts und Alltagssituationen darstellt. Die ersten Fotos dieser Art entstanden in seinem Heimatdorf Ins. Weitere Serien befassen sich mit Büren (1983), Tschugg (1991), Seedorf (1998), Aarberg (1999), Rheinfelden (1999), Murten (2002) und Biel (2007). Ohne Anpassungen in Bildsprache und Herangehensweise gelangen ihm auch Auftragsarbeiten für Unternehmen sowie öffentliche Institutionen und Verwaltungen. Heini Stucki interessiert sich auch für Geschichte und Urgeschichte und engagiert sich mit seiner Fotografie aktiv für natürliche Lebensräume und deren Erhaltung.

1984, Eidgenössisches Stipendium für angewandte Kunst.
1984, Stadt Biel, Anderfuhren Stipendium.
1989, Kanton Bern, Fotopreis.
1993, Stadt Biel, Kulturpreis.
1993, Art Directors Club Schweiz, Auszeichnung.

Literatur & Quellen

Ausstellungen

Orte