Jean Mohr & Edward W. Said. After the Last Sky: Palestinian Lives
- Ausstellungsdaten
- 09.05.2026 - 31.05.2026, Biel BE , Haus Schwab (NMB)
- Beteiligte
- Beteiligte Institutionen
- Photo Elysée
- Ausstellungstyp
- Einzelausstellung
- Übergeordnete Ausstellung
- Bieler Fototage / Journées photographiques de Bienne. Vulnerabilities
Informationen
Ausstellung im Rahmen der Bieler Fototage.
In After the Last Sky: Palestinian Lives (1986) entwickelt Jean Mohr gemeinsam mit dem palästinensischenIntellektuellen Edward W. Said ein hybrides Werk zwischen Fotobuch, politischem Essay und Reflexion über Repräsentation. Ziel des Projekts ist es, die Komplexität palästinensischer Lebensrealitäten jenseits medialer Konfliktbilder sichtbar zu machen – durch Nähe, Dauer und Aufmerksamkeit für alltägliche Situationen.
Mohrs Fotografien – Porträts, häusliche Szenen, fragmentierte urbane Landschaften und Räume des Wartens – formen eine zurückhaltende, fast leise visuelle Erzählung. Sie vermeiden das Spektakuläre und konzentrierensich stattdessen auf Würde, Verletzlichkeit und Kontinuität des Alltags unter politischen und historischen Bedingungen. Jede Aufnahme wirkt wie ein Fragment von Geschichte und Erinnerung.
Der Dialog mit Saids Text ist zentral: Die Bilder illustrieren den Text nicht, ebenso wenig kommentiert der Text die Fotografien direkt. Vielmehr entstehen zwei eigenständige, sich überlagernde Ebenen. Said reflektiert Fragenvon Identität, Exil, Zugehörigkeit und der westlichen Repräsentation des „Nahen Ostens“, während Mohr einefotografische Praxis entfaltet, die auf Begegnung, Aufmerksamkeit und eine ethische Haltung des Blicksgründet.
Das Buch gilt heute als ein Schlüsselwerk des zeitgenössischen Fotoessays. Es verbindet Dokumentarfotografie, kritisches Denken und visuelle Erinnerung und bietet eine alternative Bildpolitik zur dominanten medialenDarstellung Palästinas. Jean Mohrs Zusammenarbeit mit Said bestätigt dabei seine Auffassung von Fotografie als Raum des Dialogs – zwischen Disziplinen, Perspektiven und individuellen wie kollektiven Geschichten.
(Text: Bieler Fototage)
Im Zusammenarbeit mit: Photo Elysée, CICR/ICRC
Ausstellung im Rahmen der Bieler Fototage.
In After the Last Sky: Palestinian Lives (1986) entwickelt Jean Mohr gemeinsam mit dem palästinensischenIntellektuellen Edward W. Said ein hybrides Werk zwischen Fotobuch, politischem Essay und Reflexion über Repräsentation. Ziel des Projekts ist es, die Komplexität palästinensischer Lebensrealitäten jenseits medialer Konfliktbilder sichtbar zu machen – durch Nähe, Dauer und Aufmerksamkeit für alltägliche Situationen.
Mohrs Fotografien – Porträts, häusliche Szenen, fragmentierte urbane Landschaften und Räume des Wartens – formen eine zurückhaltende, fast leise visuelle Erzählung. Sie vermeiden das Spektakuläre und konzentrierensich stattdessen auf Würde, Verletzlichkeit und Kontinuität des Alltags unter politischen und historischen Bedingungen. Jede Aufnahme wirkt wie ein Fragment von Geschichte und Erinnerung.
Der Dialog mit Saids Text ist zentral: Die Bilder illustrieren den Text nicht, ebenso wenig kommentiert der Text die Fotografien direkt. Vielmehr entstehen zwei eigenständige, sich überlagernde Ebenen. Said reflektiert Fragenvon Identität, Exil, Zugehörigkeit und der westlichen Repräsentation des „Nahen Ostens“, während Mohr einefotografische Praxis entfaltet, die auf Begegnung, Aufmerksamkeit und eine ethische Haltung des Blicksgründet.
Das Buch gilt heute als ein Schlüsselwerk des zeitgenössischen Fotoessays. Es verbindet Dokumentarfotografie, kritisches Denken und visuelle Erinnerung und bietet eine alternative Bildpolitik zur dominanten medialenDarstellung Palästinas. Jean Mohrs Zusammenarbeit mit Said bestätigt dabei seine Auffassung von Fotografie als Raum des Dialogs – zwischen Disziplinen, Perspektiven und individuellen wie kollektiven Geschichten.
(Text: Bieler Fototage)
Im Zusammenarbeit mit: Photo Elysée, CICR/ICRC